Vom Handwerksmeister zum Ausstatter der Stimmspezialisten
Ein kurzes Vorwort.. (oder: Warum ein Handwerker plötzlich Schläuche für Logopäden produziert)
Eigentlich wollte ich mich kurz fassen. Aber wenn ich als Handwerksmeister einmal anfange, eine Lösung für ein Problem zu suchen, dann mache ich es entweder richtig oder gar nicht. Das gilt auch für die Entstehungsgeschichte des Blubberschlauches. Also, Verzeihung vorab, wenn es lang wird – aber wer verstehen will, warum unsere Blubberschläuche heute in ganz Europa genutzt werden, muss kurz mit mir ein Stück in der Zeit zurück…
Der Moment, in dem ich genau hinhörte
Mein Alltag bestand früher aus dem Errechnen von Wärmebedarf und dem Planen und Montieren von Heizungen. Vor mehr als 20 Jahren, mit etwa Mitte 30, kam dann noch ein Online-Fachhandel für Hydraulik und Pneumatik dazu.
Da war die Welt der Stimmtherapie für mich noch völlig fremd.
Doch dann passierte etwas Seltsames: In den Bestellungen tauchten immer öfter Logopäden auf. Sie kauften meter-, ja sogar rollenweise Silikonschlauch, immer in derselben Größe.
Als Mann der Technik lässt einem so etwas keine Ruhe. „Was machen die damit?“, fragte ich mich.
Der Wendepunkt war ein persönliches Gespräch mit einem dieser Logopäden-Kunden. Er erklärte mir das „Blubbern“ und die damit verbundene Regeneration der Stimme. In diesem Moment wurde mir klar: Diese Menschen nutzen aktuell Industriezubehör für ihre Gesundheit.
Das war der Moment, in dem mein „Meister-Gen“ erwachte.
Ich wusste: Zweckentfremdete Industrieschläuche sind nicht gut genug. Wer an seiner Stimme arbeitet, braucht kein Provisorium, sondern Präzision. Also boten wir ab sofort auch geeignete Schlauchabschnitte aus dem richtigen Material an. Und zwar aus Silikon in höchster medizinischer Qualität.
Innovation aus eigener Hand
Wir wollten nicht einfach nur Schläuche verkaufen, wir wollten sie besser machen.
Da wir mit dem manuellen Zuschneiden nicht hinterherkamen, habe ich kurzerhand eine eigene Schneidemaschine entworfen und gebaut. Auch mit dieser Maschine war schnell klar, das muss noch professioneller werden. Wir ließen die Schläuche dann direkt bei der Produktion auf die richtige Länge schneiden.
Damit nicht genug: Markierungen für die Eintauchtiefe wurden direkt auf den Schlauch gedruckt und neben hygienischen Verpackungen führten wir PZN-Nummern ein. Damit konnten unsere Schläuche sogar über Apotheken bezogen werden.
Der „Gamechanger“: Unser Schlauchfix
Wir wollten das Blubbern noch einfacher machen. Über zwei Jahre tüftelten wir an einer Lösung, die heute von unseren Kunden liebevoll als „Gamechanger“ bezeichnet wird: der Schlauchfix.
Er macht die Stimmtherapie nicht nur ergonomischer, sondern auch barrierefrei:
Kinder, Senioren oder Menschen mit Einschränkungen können nun ganz entspannt blubbern, ohne sich auf die Eintauchtiefe konzentrieren zu müssen.
Zusammen mit unserer unkaputtbaren Tritan-Flasche und der stilvollen Schlauchtasche haben wir ein großartiges und vor allem bezahlbares Komplettset für die professionelle Stimmtherapie geschaffen.
Genau, wie es die Erfinderin dieser Stimmtherapie Marketta Sihvo in ihrem Buch beschreibt, war ihr eines schon damals besonders wichtig: Ein funktionierendes Hilfsmittel für die Stimmtherapie möglichst jedem zugänglich zu machen.
Wer blubbert mit uns?
Dass wir heute Ärzte, Logopäden, Kliniken, Hochschulen beliefern dürfen – also genau die Fachleute, die bei der Stimmarbeit keine Kompromisse machen – erfüllt uns mit Stolz.
Das alles spornt uns an, jeden Tag noch ein Stückchen besser zu werden.
Mittlerweile sind wir auch Mitglied im größten Fachverband dieser Branche.
Denn am Ende geht es um das Wertvollste, was unsere Kunden haben: ihre Stimme.

